Aufgaben

Der Botanische Garten ist seit 2003 eine zentrale Einrichtung der Universität Würzburg. Seine Aufgaben lassen sich in fünf Bereiche einteilen:

Forschung und Lehre: Der Botanische Garten unterstützt Forschungsprojekte mehrerer Lehrstühle durch die Bereitstellung von Versuchsflächen und Forschungsmaterial. Derzeit laufen wissenschaftliche Projekte aus der Botanik, Zoologie und der organischen Chemie im Botanischen Garten.

Der Botanische Garten der Universität Würzburg ist Teil des Projektes "Internationale Phänologische Gärten Europas" der Humboldt Universität Berlin (Opens external link in new windowhttp://ipg.hu-berlin.de/).

Opens external link in new windowEin Beispiel für ein vom Botanischen Garten unterstütztes Forschungsprojekt: Mbandakamine A, a unique alkaloid from an african liana

Für Lehrveranstaltungen liefert der Garten Anschauungsmaterial und kultiviert ein breites Spektrum heimischer Pflanzen für die botanischen Bestimmungsübungen im Grundstudium. Studierenden verschiedener Fachrichtungen bietet er die Möglichkeit, die Vielfalt der Pflanzen unmittelbar kennen zu lernen.

Im Projekt LehrLernGarten (LLG) wird Studierenden Praxiserfahrung in der Wissensvermittlung ermöglicht. (Praxisplattform LehrLernGarten) Studierende - vor allem aus den Lehramtsstudiengängen und der Pädagogik - schlüpfen in die Rolle von Lehrkräften. In eigenen Lehrveranstaltungen werden Lernkonzepte entwickelt und mit Schulklassen umgesetzt. Dozenten aus unterschiedlichen Fakultäten nutzen den Botanischen Garten / LehrLernGarten mit seiner Infrastruktur für ihre Lehrveranstaltungen.

Öffentlichkeitsbildung: Durch die Präsentation seiner Sammlungen, öffentliche Führungen, Ausstellungen, Broschüren und Informationstafeln wendet sich der Botanische Garten an eine breite Öffentlichkeit. Er bietet allen Interessierten, Schulklassen, Kindergärten, Vereinen und privaten Gruppen die Möglichkeit, sich umfassend über botanische Themen zu informieren. Die Bewusstseinsbildung über die Bedeutung pflanzlicher Vielfalt ist ein zentrales Anliegen des Gartens.

Sammlungen / Erhalt der biologischen Vielfalt: Der Botanische Garten kultiviert derzeit etwa 9.000 dokumentierte Pflanzenarten. Er unterhält und pflegt mehrere Pflanzensammlungen wie zum Beispiel Knollen- und Zwiebelpflanzen (Geophyten) aus der ganzen Erde. In verschiedenen Abteilungen werden seltene und geschützte heimische und exotische Pflanzen gezeigt und erhalten ('Ex-situ'-Erhaltungsmaßnahmen). Insbesondere soll in einer speziellen Abteilung auf seltene Arten aus den Mainfränkischen Trockenrasen hingewiesen werden. Durch die vielfältig strukturierte Anlage ist der Botanische Garten auch Lebensraum für eine Vielzahl an seltenen Tieren, wie z.B. Vögel, Reptilien, Amphibien und Insekten.

Nachhaltige Nutzung biologischer Vielfalt am Beispiel wichtiger Arzneipflanzen aus Albanien

Der Botanische Garten als Ausbildungsstätte: Zur Präsentation und Bewahrung pflanzlicher Vielfalt ist gärtnerisches Wissen und Können unerlässlich. Daher ist dem Botanischen Garten die Berufsausbildung zum Gärtner ein wichtiges Anliegen. Anders als in Produktionsbetrieben, in denen meist nur wenige Pflanzenarten vermehrt werden, lernen die angehenden Gärtnerinnen und Gärtner (Fachrichtung Zierpflanzenbau) im Botanischen Garten die Kulturbedingungen für ein breites Spektrum unterschiedlicher Pflanzen kennen.

Erholung: Neben seiner Bedeutung für Forschung, Lehre, Öffentlichkeitsbildung und Artenschutz ist der Botanische Garten ein Ort der Entspannung. Die Anlage mit ihrer faszinierenden Vielfalt an Pflanzen lädt ein zum Rasten und Genießen. Hobbygärtner sollen durch die Bepflanzungen im Botanischen Garten für ihre eigenen „Projekte“ inspiriert werden.

Durch seine Veranstaltungen und Ausstellungen ist der Botanische Garten der Universität Würzburg eine wichtige Schnittstelle zwischen der Universität und der Bevölkerung der Region.