Das Gebirgspflanzenhaus

Das Gebirgspflanzenhaus liegt oberhalb des übrigen Gewächshauskomplexes (am Ende der ersten Terrasse über dem Tropenschauhaus). Auf einer Fläche von 36 m2 beherbergt es etwa 250 Pflanzenarten aus der alpinen Stufe der verschiedenen Gebirgsregionen unserer Erde.

Gebirgspflanzenhaus im Winter
Gebirgspflanzenhaus im Winter
Gebirgspflanzenhaus im Frühling
Gebirgspflanzenhaus im Frühling

Im Weinbauklima Würzburgs werden die aus den verschiedenen alpinen und subpolaren Regionen der Erde stammenden Pflanzen wegen oft mangelnder Schneedecke 'unter Glas' kultiviert, um sie vor übermäßiger Winternässe zu schützen. Während sehr warmer Sommerperioden sorgt ein Sonnenschutz über dem Dach für eine Minderung der Erwärmung.

Gebirgspflanzenhaus Übersicht
Gebirgspflanzenhaus Abtlg. Kalkgebirge

Die Pflanzflächen sind unter Verwendung verschiedener Gesteinsarten in 13 Teilflächen gegliedert:

 - Alpen: Kalkgebirge (Alps calcareous)
 - Alpen: Silikatgebirge (Alps silicious)
 - Apenninen (Appennin)
 - Pyrenäen (Pyrenees)
 - SW-Europa: Kalkgebirge (SW-Europe calcareous)
 - SW-Europa: Silikatgebirge (SW-Europe silicious)
 - SO-Europa (SE-Europe)
 - Kleinasien (Asia Minor)
 - W- und M-Asien (W- and C-Asia)
 - NW-Afrika (NW-Africa)
 - Nordamerika (N-America)
 - Südamerika (S-America)
 - Neuseeland und Australien (New Zealand and Australia)

Die präsentierten Pflanzen wurden hauptsächlich unter morphologischen und ökologischen Gesichtspunkten ausgesucht. So finden sich darin vor allem Polsterpflanzen unterschiedlichster Gestalt. Die hier im Frühjahr gelb blühenden Polster des Primelgewächses Dionysia aretioides kommen wild nur in den Gebirgen des Nord-Iran vor.

Dionysia aretioides
Dionysia aretioides

Das Pyrenäen-Mannsschild (Androsace pyrenaica) an Granitfelsen der Pyrenäenabteilung.

Androsace pyrenaica im Bestand
Androsace pyrenaica im Bestand
Androsace pyrenaica, blühend
Androsace pyrenaica, blühend

Allioni's Schlüsselblume (Primula allionii) aus den französisch-italienischen Seealpen ist eine der Kalkgesteinspflanzen im 'Kalkgebirge'-Teil der Alpen-Abteilung.

Primula allionii
Primula allionii
Primula allionii
Primula allionii

Schweizer Mannsschild (Androsace helvetica):
"... in der Kultur gar nicht oder höchstens einmal für 1 oder 2 Jahre zu halten. Auch die aus Samen gezogenen Pflanzen wachsen im Tiefland selbst unter der Pflege des erfahrensten Liebhabers nicht." (aus: ENCKE, F.; PAREY's Blumengärtnerei Band II)

Androsace helvetica
Androsace helvetica
Androsace helvetica im April
Androsace helvetica im April

Der Naturstandort (S) des Schweizer Mannsschildes (Androsace helvetica) in ca. 2400 m Höhe am Aufstieg zum Hochvogel (2593m) in den Allgäuer Alpen.

Betrachtet man die extremen Lebensbedingungen am Naturstandort, ist es nicht verwunderlich, dass diese Polsterpflanze - wie auch andere Arten im 'Gebirgspflanzenhaus' - für nicht oder nur schwer kultivierbar gehalten wird.

Androsace helvetica am Naturstandort am Hochvogel (S = Standort)
Androsace helvetica am Naturstandort am Hochvogel (S = Standort)
Androsace helvetica am Naturstandort am Hochvogel (Vergrößerung)
Androsace helvetica am Naturstandort am Hochvogel (Vergrößerung)